Am 5.Juli erhielt ich eine Antwortmail des Bundesjustizministeriums in Berlin:

"Sehr geehrte Frau W.,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 25. Juni 2002.

Frau Bundesministerin der Justiz, Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin, hat mich
gebeten, Ihnen zu antworten und mit Ihnen - sofern Sie Interesse daran haben
- ein telefonisches Gespräch zu führen.

Sofern Sie ein solches Telefonat wünschen, darf ich Sie um Übersendung Ihrer Telefonnummer oder einen Anruf von Ihrer Seite bitten. Die hiesige Rufnummer lautet: 030/20XX-XX.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Stephanie Uhrig
Referat R B 3
Bundesministerium der Justiz"

Nachdem ich die Mail erhalten hatte, rief ich direkt in Berlin an. Frau Dr. Uhrig erklärte mir, das Frau Däubler-Gmelin sie gebeten hatte mit mir Kontakt aufzunehmen und das sie meine Seite hier schon angesehen habe. Weiter erklärte sie, das Strafsachen Ländersache sei. Da ich in Hessen lebe und das Strafverfahren hier stattfände, seien auch die hessischen Behörden zuständig. Sie dürfe sich nicht zu laufenden Verfahren äußern, zumal sie die Akte auch nicht kennt und sie dürfe auch keine Rechtsberatung im Einzelfall machen. Sie bedauerte das sie mir nicht anders könne und das unser Telefonat vermutlich nicht gerade den Erfolg haben würde, den ich mir erhofft habe. Allerdings betonte sie, das ich den richtigen Weg gehen würde und die Dienstaufsichtsbeschwerde der erste Schritt in die richtige Richtung sei ! Auch kam die Sprache kurz auf das Gewaltschutzprogramm und ich sagte, das ich dieses Programm echt gut fände, nur leider gab es das noch nicht, als ich flüchtete. Außerdem hätte ich auch nicht in der Wohnung bleiben können, denn er wäre – trotz gerichtlicher Auflagen – ganz sicher wider gekommen ! Aber es ist zumindest ein Anfang..... Ich sagte auch, das ich es frustrierend fände, das wir so etwas wie dieses Gewaltschutzprogramm hätten und dennoch in Strafsachen so willkürlich geurteilt werden würde und dies meines Erachtens nach reine Politik sei ! Frau Dr. Uhrig erklärte daraufhin, das dieses Gewaltschutzprogramm ja primär dafür sei, die Frauen und Kinder zu schützen. Ein Strafverfahren sei wieder etwas anderes, jedoch würden sie sich auch wünschen, das dies alles zusammen besser funktionieren würde, denn irgendwie gehöre es ja doch zusammen. Sie wünschte mir noch alles Gute und wir verabschiedeten uns. Ich hatte mit gar keiner Reaktion gerechnet und fand es doch nett, das man sich bei mir gemeldet hat. Auch wenn es mich nicht unbedingt weiter gebracht hat !


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